Kinder- und Jugendhilfe
Erziehungsbeistandschaft und Schulbegleitung – im echten Alltag junger Menschen.
Wenn es gerade nicht allein geht
Kinder und Jugendliche wachsen unter sehr unterschiedlichen Bedingungen auf. Manchmal reicht das, was eine Familie aus eigener Kraft schafft, vorübergehend nicht aus.
Genau da setzen unsere Angebote an.
Wir arbeiten mit Kindern, Jugendlichen und ihren Familien im Alltag – nicht im Gesprächszimmer. Es geht nicht darum, Eltern Verantwortung abzunehmen, sondern darum, gemeinsam etwas aufzubauen, das trägt.
Erziehungsbeistandschaft
Eine Fachkraft begleitet einen jungen Menschen bei dem, was gerade schwierig ist – in der Schule, in der Familie, im Freundeskreis.
Sie wird zu einer verlässlichen Bezugsperson außerhalb der Familie. Jemand, der zuhört und nicht Partei ist.
Gemeinsam entstehen konkrete Ziele, die Schritt für Schritt bearbeitet werden. Eltern und andere wichtige Bezugspersonen beziehen wir ein, soweit das sinnvoll und abgesprochen ist.
Worum es dabei oft geht:
- Schwierigkeiten in der Schule
- Konflikte in der Familie
- Probleme mit Gleichaltrigen
- Fehlende Tagesstruktur
- Emotionale Belastung
- Regeln einhalten
- Schulische und berufliche Perspektive
Schulbegleitung
Manche Kinder können wegen einer Behinderung oder eines besonderen Unterstützungsbedarfs nicht ohne Hilfe am Schulalltag teilnehmen. Dann geht eine Schulbegleitung mit in die Schule.
Unsere Schulbegleiterinnen und Schulbegleiter richten sich dabei nach dem tatsächlichen Bedarf des Kindes – nicht nach einem Schema.
Schulbegleitung heißt für uns nicht, dem Kind möglichst viel abzunehmen. Sie soll Teilhabe möglich machen und dabei so viel Selbstständigkeit wie möglich erhalten.
Dafür arbeiten wir eng zusammen: mit dem jungen Menschen, den Eltern, der Schule, dem zuständigen Jugendamt und weiteren Fachstellen.
Wobei unterstützt wird:
- Orientierung im Schulalltag
- Aufgaben in Schritte zerlegen
- Soziale Situationen
- Kommunikation
- Emotionale Überforderung
- Regulation in belastenden Momenten
Kein Kind passt in ein Schema
Junge Menschen lassen sich nicht in ein festes Betreuungsschema einordnen. Deshalb schauen wir uns jede Situation einzeln an.
Gerade wenn es komplizierter wird, entscheidet die Abstimmung: zwischen Familie, Jugendamt, Schule und allen weiteren Beteiligten.
Unser Anspruch ist eine Jugendhilfe, die nicht nur redet, sondern im tatsächlichen Alltag ankommt.
Bauen Sie sich einen Tagesplan
Ein sichtbarer Tagesplan nimmt Druck raus: Wer weiß, was als Nächstes kommt, muss sich nicht davor fürchten. Wir arbeiten damit in der Schulbegleitung und im Betreuten Wohnen – hier können Sie es selbst ausprobieren.
Bausteine
Antippen, um sie in den Tag zu übernehmen. Am Rechner geht auch Ziehen.
Mein Tag
Reihenfolge mit den Pfeilen ändern, Uhrzeit direkt antippen.
Was zur Jugendhilfe oft gefragt wird
Der Antrag läuft über das zuständige Jugendamt. Eltern oder Sorgeberechtigte wenden sich dorthin, oft angeregt durch die Schule oder eine Beratungsstelle. Wir helfen Ihnen gern, den richtigen Weg zu finden.
Die Erziehungsbeistandschaft begleitet einen jungen Menschen umfassend – in Familie, Schule und Freizeit. Die Schulbegleitung setzt gezielt im Unterricht an und ermöglicht die Teilnahme am Schulalltag. Beides kann sich ergänzen.
Ja. Unsere Fachkräfte sind während des Unterrichts dabei und stimmen sich eng mit Lehrkraft, Eltern und Jugendamt ab. Wie viel Zeit das umfasst, richtet sich nach dem Bedarf des Kindes.
Diese Sorge hören wir oft, und wir nehmen sie ernst. Unsere Fachkräfte arbeiten so unauffällig wie möglich und so unterstützend wie nötig. Ziel ist nicht, dem Kind etwas wegzunehmen, sondern ihm etwas zu ermöglichen.
Sprechen Sie mit uns
Im ersten Gespräch klären wir gemeinsam, was gebraucht wird und was der nächste Schritt ist.